Kunst und Migration / News

Fortbildung „Flucht & Trauma“

16. Mai 2016

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An diesem Wochenende fand an der Artaban Schule auf dem Gelände des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe in Kladow eine spannende Fortbildung statt. Unter dem  Titel „Flucht und Trauma – eine Einführung“ richtete sie sich an Kunsttherapeut*innen und Interessierte, die sich im Bereich Flüchtlingshilfe engagieren oder in ihrer Arbeit professionalisieren wollen. Veranstalter der Fortbildung war der Verein stART international e.V. emergency aid for children, der mit pädagogisch-therapeutischer Notfallhilfe weltweit in Krisengebieten im Einsatz ist. Ein Team von Therapeuten unterschiedlicher Ausrichtungen (Bewegung, Kunst & Musik) reist hierfür zu Kurzzeiteinsätzen in von Krieg, Flucht oder Naturkatastrophen besonders betroffene Gebiete mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in Notunterkünften mit niederschwelligen traumatherapeutischen Maßnahmen resilienzstärkend zu unterstützen.

In den Theorieblöcken wurden die Themen Trauma, Resilienz, SelfCare und interkulturelle Kompetenz untersucht, der gesellschaftliche Wandel und Perspektiven eines künstlerischen Handlungsansatzes. Im Praxisteil lernten wir mit dem Tanztherapeut Christoph Bednarik Bewegungsmöglichkeit kennen, bei denen die Selbst- und Fremdwahrnehmung unterstützt und mit einfachsten Mitteln (Stöcken, Jonglierbällen), Spielen und Kreistänzen eine positive Gruppenerfahrung ermöglicht werden kann. In den kunsttherapeutischen Praxisteilen bauten wir mit Rita Eckart Häuser aus Ton, belebten sie mit Teelichtern und malten Mandalas mit Schultinte und Tintenkiller. Für mich besonders interessant war die grundsätzlich nondirektive Ausrichtung und ein Begegnungsraum, der die Sprache nicht braucht und weitgehend nonverbal funktionieren kann.

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