Projekte

Psychosoziale Traumaarbeit

17. Oktober 2019

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Lehrende: Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner (ASHHomepageInterview zum Thema Trauma), Marilena de AndradeMaite GabrielMalte Täubrich sowie Gastdozierende

Stud. Projektplanung: Esther, Wiebke, Pauline, Anne

> Projektantrag


Die nächsten Termine

  • Gemeinsames Belegen
  • Einführungswochenende 15./16.05.2020

Infos vorab

  • Die meisten Termine werden geblockt am Wochenende (Fr/Sa oder Sa/So) stattfinden, die restlichen SWS sind dienstagnachmittags
  • Die Teilnahme ist weitestgehend verpflichtend, vor allem das Einführungswochenende
  • Teile des Seminars sind anrechenbar auf weiterführende Weiterbildungen wie Traumapädagogik oder Personenzentrierte Beratung/ Psychotherapie (GwG)
  • Auslandssemester werden ausdrücklich unterstützt

Themenschwerpunkte

  • Klinisch geprägte Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen: Grundlagen, Belastungsfelder, psychosoziale Diagnostik
  • Trauma in Verbindung mit Beeinträchtigung, Alter, Devianz und Delinquenz, Queeren Lebensweisen/ Identitäten, Sucht,…
  • Methoden und Unterstützungsmöglichkeiten: Traumapädagogik, betroffenenkontrollierte Arbeit, Beratung,…
  • Außerdem: Sekundärtraumatisierung, transgenerationale Weitergabe von Trauma, Potenzial posttraumatischen Wachstums, Kollektivtraumata (Holocaust, Genozid in Namibia,…), politische Dimension von Trauma,…


Inhalt

Die Erschütterung über die schwerwiegenden Auswirkungen traumatischer Erfahrungen führt häufig zu einer Zentrierung auf die dadurch entstehenden Schäden und Verletzungen. Dabei wird nicht selten übersehen, dass traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihrem Leben auch weiterhin zurechtkommen müssen und dass dies vielen unter großen Leistungen und Anstrengungen auch gelingt. Richtet man den Fokus der Aufmerksamkeit daher allein auf die Symptomatik, so reduziert man die Betroffenen auf die traumatische Erfahrung und ignoriert ihre Überlebenskraft. Vor allem aber erschwert diese pathogenetische Sichtweise, psychosoziale salutogenetische und resiliente Strategien aufzufinden, die eine positive Verarbeitung unterstützen. Im vorliegenden Projekt soll Trauma dagegen unter einer ganzheitlichen, biopsychosozialen Perspektive beleuchtet werden.

Das vorgeschlagene Projekt soll vertiefend in die Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen einführen. Zentrale Fragestellungen werden sein: Was ist ein Trauma? Welche verschiedenen Traumaformen und -folgen gibt es? Wie entsteht ein Trauma und welche Bedeutung haben Bindungsstrukturen hierbei? Welche Belastungsfelder (Tod, Trauer, Verlust, Gewalt, Vernachlässigung, Unfälle, Katastrophen, Krieg, Flucht/Vertreibung etc.) gibt es? Welche Methoden zur psychosozialen Diagnostik eines (Entwicklungs-) Traumas gibt es? Welche Rolle spielt Selbstfürsorge für das Helfersystem und wie kann Sekundärtraumatisierung verhindert werden? Welche Ansätze der betroffenenkontrollierten Arbeit mit traumatisierten Personen gibt es? Das vorgeschlagene Projekt soll in die direkte klinisch geprägte Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen in verschiedensten Problemlagen einführen. Ziel ist der Erwerb der Fähigkeit zur Beratung, Unterstützung, Begleitung und Behandlung von traumatisierten Menschen in verschiedensten Lebenslagen – auch in krisenhaften Situationen – im Sinne einer geplanten, zielgerichteten, theoriegeleiteten und methodenbewussten psychosozialen Arbeit. 

Quelle: Auszüge aus dem Projektantrag + vorangegangenen Projektanträgen zum Thema Psychosoziale Traumaarbeit/ Traumapädagogik

Infos zum Projekt-Auswahlprocedere hier.

Um über das Projekt auf dem Laufenden gehalten zu werden oder falls Fragen entstehen: einfach eine kurze Mail an trauma@mittwochsmalen.de

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